Das diesjährige Motto der „Aktion Verzicht“, die von den Jugendverbänden, dem Forum Prävention und den deutschen und ladinischen Bildungsresorts ins Leben gerufen wurde war „Offline ist der neue Luxus“. Diese Ansage wurde von den Religionslehrpersonen zum Anlass genommen mit den Schülern und Schülerinnen gemeinsam den Gebrauch des Mobiltelefons zu reflektieren. Die Schülerinnen führten über die Wochen der Fastenzeit vor Ostern ein Tagebuch, in dem sie jeder und jede gemäß ihres/seines eigenen Vorsatzes, aufzeichnete, wie oft sie/er auf den Gebrauch der sozialen Medien und der Computerspiele verzichten wollte.
In den Religionsstunden thematisierte man gemeinsam, wie es den Einzelnen mit dem Verzicht auf Mobiltelefon und soziale Medien ergangen war. Dabei kam eine Palette von Themen zur Sprache, die nicht nur in der Schulgemeinschaft hochaktuell sind: Wie abhängig sind wir von der Stimulation durch Computerspiele und soziale Medien, können wir darauf verzichten ohne Entzugserscheinungen zu haben? Fühlen wir uns einsam? Wie geht direkte Kommunikation? Wie kann ich meine Freizeit mit Freunden ohne den Reiz durch Informationen aus dem Internet gestalten? Haben wir uns auch live etwas zu sagen und wie macht man das? Was erkennen oder entdecken wir, wenn wir das Handy weglegen? Habe ich mehr Zeit zum Lernen, zum Spielen, für Sport?
Hier die Erfahrungen von zwei Schülerinnen:
Anfangs war es für viele nicht einfach, weil es eine Umstellung war.
Es haben auch mehrere Schüler nicht regelmäßig geschafft und das zeigt eigentlich, wie sehr wir ans Handy gebunden sind. Bei vielen war es auch so, dass man erst beim Verzicht gemerkt hat, wie viel Zeit man eigentlich am Handy ist. Aber ich glaub, jeder kann auf sich stolz sein, dass man es zumindest versucht hat.
Es gibt auch Schüler, die positive Aspekte bei diesem Verzicht gefunden haben.
Ich habe mich Anfangs relativ unsicher gefühlt, da ich manchmal auch die Einzige war, die es durchgezogen hat. Manchmal hab ich ganz unbewusst aufs Handy geschaut. Gegen Ende hin war es doch eine gute Erfahrung und ich würde es auf jeden Fall wieder machen.
Manche Schüler haben, laut eigenen Berichten, weniger Aggressionsprobleme, was auch ihre Eltern merkten. Oder sie fühlten sich entspannter.
Die Aktion war eine gute Idee, obwohl es am Anfang nicht sehr leicht war.
Manche Schüler waren nicht ganz ehrlich zu sich selbst und haben bei den Werten, die sie eingetragen haben, geschummelt. Rückblickend war es aber nicht sehr schlau zu lügen, weil es zum eigenen Wohlbefinden hätte helfen können. Und am Ende belügt man sich eben doch nur selbst.
Marie und Viktoria, 2B
Das könnte Sie auch interessieren
Lehrerin Martha geht in Pension
Die 2. Klasse verabschiedet Lehrerin Martha in die Pension.
Danke für die Mitarbeit in der Bibliothek
Mit einem kleinen Umtrunk in der Bibliothek wurde die diesjährige Bibliothek-AG verabschiedet.