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Räumungsübung_Herbst (4)

Leitbild und Geschichte

Unsere Schule ist ein Ort des Lernens, der Bildung, der Kultur und der Begegnung. Sie geht über die reine Wissensvermittlung hinaus und sieht den Menschen als mündigen, lebenstüchtigen und couragierten Bürger. Im respektvollen und überlegten Umgang mit den Ressourcen und natürlichen Lebensräumen sehen wir die Basis für ein harmonisches Miteinander.

Miteinander wachsen

Wir sind bestrebt, die Wurzeln unserer eigenen Kultur und unsere Tradition kennen zu lernen und sie zu reflektieren. Wir wecken die Fähigkeit zur Wahrnehmung und Achtung anderer Denkweisen und Lebensformen. Wir setzen uns mit den Regeln einer modernen Gesellschaft auseinander und üben soziales und demokratisches Verhalten ein. Wir erziehen unsere Schüler und Schülerinnen zu offenen, wachsamen Menschen, die bereit sind, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

 

Voneinander lernen

Wir gehen auf die individuellen Fähigkeiten und Begabungen unserer Schüler und Schülerinnen ein und bieten in einem inklusiven Unterricht vielfältige Möglichkeiten des Lernens. Wir fördern die Schüler und Schülerinnen in ihrer Besonderheit und geben ihnen Orientierungshilfen für ihr weiteres Leben. Wir arbeiten gemeinsam und einzeln und profitieren von unserer Verschiedenheit.

 

Sprache (er)leben

Die Sprache ist Ausdruck menschlichen Denkens, Fühlens und Wollens. Sie artikuliert sich über Wörter, Zeichen und Gebärden. Wir begleiten unsere Schüler und Schülerinnen im Erlernen, Verwenden und Verstehen verschiedener Sprachen und Sprachebenen im respektvollen Austausch mit anderen.

 

Gesundheit fördern

Unsere Schule ist ein Ort, wo ganzheitliche Gesundheit gefördert wird. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, selbstverantwortlich und aktiv auf den Erhalt und die Entfaltung ihrer körperlichen und seelischen Unversehrtheit zu achten. Wir sorgen für ein Klima der Wärme und Vertrautheit, damit sich alle Beteiligten wohl fühlen.

Kurze Geschichte des Schulsprengels

Neben den Lateinschulen entstanden in der frühen Neuzeit in Tirol vermehrt deutsche Schulen, in denen nicht nur angehende Priester, sondern auch künftige Handwerker und Kaufleute im Lesen und Schreiben unterrichtet werden sollten. Dem Schulmeister musste ein Schulgeld bezahlt werden, die Pfarren und Gemeinden unterstützten die so genannten deutschen Pfarrschulen. Der Unterricht fand meist im Widum der jeweiligen Pfarrei statt. 1576 ließ Erzherzog Friedrich II. diese Praxis für ganz Tirol gesetzlich festschreiben. Kaiserin Maria Theresia erließ 1774 die Allgemeine Schulordnung, die die Schulpflicht für alle Kinder vom sechsten bis zum zwölften Lebensjahr unabhängig von ihrer sozialen Herkunft vorsah. Für die Errichtung und Erhaltung der Schulräume waren weiterhin die Gemeinden zuständig. Die Oberaufsicht über das Schulwesen lag nun aber beim Staat.

 

Grundschule Kastelruth

In Kastelruth gab es bereits um 1600 eine deutsche Dorfschule, wie aus Gerichtsakten hervorgeht. Die Schule und der Schulbesuch wurden von religiösen Bruderschaften unterstützt. Mit der Einführung der allgemeinen Schulpflicht fand der Unterricht im Widum statt. Für die Mädchen wurde eine sogenannte Mädchenschule im Schwesternhaus der Tertiarschwestern eingerichtet.

In den Jahren 1930 bis 1935 wurde unter der faschistischen Verwaltung ein neues Volksschulgebäude errichtet.

Dieses Grundschulgebäude wurde in den Jahren 1994-1997 großzügig saniert und wird von den Grundschüler*innen aus Kastelruth und den umliegenden Fraktionen Seiser Alm, Tagusens und Tisens besucht.

 

Kleinstschulen des Schulsprengels

Die Geschichte der Schulen in St. Oswald, Tagusens und Seis als Pfarrschulen reicht z. T. bis ins 18 Jahrhundert zurück. Während die „Volksschule“ in Tagusens Ende der 1980er Jahre aufgrund sinkender Schülerzahlen aufgelassen werden musste, konnten die Kleinstschulen in St. Oswald und St. Michael durch das Angebot besonderer Unterrichtsformen und die internationale Vernetzung der Kleinstschulen vor der Auflösung bewahrt werden. Beide Schulen konnten noch vor der Jahrtausendwende in einen Neubau einziehen:  In St. Michael 1982 und in St. Oswald 1994. In ihnen entfalten sich die Potentiale eines integrativen, fächerübergreifenden und offenen Unterrichts durch altersgemischtes Lernen im Abteilungsunterricht.

 

Grundschule Seis

Nachdem der Pfarrer die Räume des Widums für die faschistische Schule nicht mehr zur Verfügung stellte, ordnete die Präfektur zeitgleich mit dem Neubau der Volksschulen in Tagusens, St. Michael und Kastelruth auch den Bau eines neuen Schulgebäudes im Zentrum von Seis an, das 1934 eingeweiht werden konnte. Bis 1992 verbrachten die Seiser Volksschüler dort ihre Schulzeit. Im Jahre 1992 wurde das neue, ebenfalls zentral gelegene Schulgebäude von Lehrkräften und Schüler*innen bezogen. Am alten Standort befinden sich heute das Naturparkhaus und die Bibliothek Seis, beides Institutionen, mit denen die Schule eine rege Zusammenarbeit pflegt.

 

Grundschule Völs

In Völs gab es nachweislich schon sehr früh, nach der Gründung der deutschen Pfarrschulen, bereits vor 1700, ein eigenes Schulhaus.

Im Herbst 1912 wurde in Völs nach mehrjähriger Bauzeit ein neues „villenartiges“ Schulhaus eingeweiht.

1935 wurden in Ums, Prösels und Breien einklassige Schulen errichtet. Die faschistische Schule übernahm von der österreichischen Schule die Schulpflicht von 6 bis 14 Jahren und den Schulkalender. 1935 brachen die Schüler beim Marschieren durch die Decke. Von nun an fand der Unterricht in Gasthäusern und Krankenhäusern statt. Bei den Bombenangriffen der Amerikaner ab 1943 wurde das alte, sanierungsbedürftige Schulhaus weiter zerstört. Erst 1953 wurde es abgerissen und an gleicher Stelle im Dorfkern wieder aufgebaut.

1943 erhielt auch St. Konstantin aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen eine Volksschule, die in einem Privathaus untergebracht war.

Mit der Einführung des Schülertransportes wurden die „Zwergschulen“ Ums, St. Konstantin und Breien aufgelöst. Die Volksschule Völser Aicha blieb bestehen, ist aber heute dem Schulsprengel Karneid unterstellt.

In den 1990er Jahren beschloss die Gemeindevertretung den Neubau der Volksschule. Es war notwendig geworden, auch die bauliche Ausstattung den Herausforderungen neuer Unterrichtskonzepte und -methoden anzupassen. Das neue Grundschulgebäude, nicht unweit des alten Standortes, wurde am 10. Mai 1998 feierlich eingeweiht.

 

Mittelschule Kastelruth

Im Jahre 1963, nach Einführung der Mittelschulpflicht, veranlasste das Schulamt die Errichtung einer zunächst einklassigen Mittelschule in Kastelruth, die im Widum untergebracht wurde. Im Jahre 1965 wurde das Volksschulgebäude in Kastelruth so erweitert, dass auch die Mittelschule darin Platz fand, die in den 70er und 80er Jahren aufgrund der steigenden Schülerzahlen buchstäblich aus allen Nähten platzte. 1977 wurde ein Wettbewerb zur Errichtung eines neuen Mittelschulgebäudes ausgeschrieben, das schließlich im Schuljahr 1985/85 feierlich seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

Die Schule, die von den Abgänger*innen der Grundschulen des Schlerngebietes besucht wird, hat ihren Namen von dem österreichischen Historiker Leo Santifaller, der 1890 auf dem Lafayhof in Kastelruth geboren wurde. Das Gebäude der Mittelschule wurde mehrmals renoviert und zuletzt entsprechend den veränderten Lehr- und Lernbedürfnissen erweitert.

 

Schulsprengel Schlern

Mit der Gründung der SSP Schlern im Jahr 2001 wurde die Grundschuldirektion Seis, die seit 1978 die Grundschulen im Schlerngebiet verwaltet hatte, aufgelöst. Seither werden die Grundschulen Völs, Seis, Kastelruth, St. Michael und St. Oswald sowie die Mittelschule Kastelruth von einer Schulleitung mit Sitz in der Mittelschule Kastelruth geführt und geleitet.

 

Quellen: Dorfbuch Gemeinde Völs am Schlern, 1988, Dorfbuch Gemeinde Kastelruth, 1993, Festschrift zur Eröffnung der der Mittelschule „Leo Santifaller“, 1984, Schulgeschichte St. Oswald – internes Papier, Archiv des SSP, Informationen von ehemaligen Lehrpersonen;

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